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 GTA IV - Ein umstrittenes Gangster-Epos

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Henny
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BeitragThema: GTA IV - Ein umstrittenes Gangster-Epos   Di Aug 04, 2009 2:35 am

Fans sind begeistert, Kritiker erzürnt: „Grand Theft Auto IV“ bietet dem Spieler nahezu grenzenlose Freiheit. Auch die, Unschuldige zu töten.

Eigentlich ist Niko Bellic nur ein osteuropäischer Einwanderer, der jenseits des großen Teichs sein Glück sucht. Sein Lebenslauf ist nicht gerade makellos, aber das ist sicher nicht der Grund, warum er dieser Tage auf der ganzen Welt für Wirbel sorgt. Nein, Niko Bellic ist die Hauptfigur des jüngsten Ablegers der Videospielreihe „Grand Theft Auto“. Und Teil vier, der dieser Tage für Xbox 360 und PS3 erscheint, stellt nicht nur die Gameszene auf den Kopf, er bahnt sich auch seinen Weg durch die Feuilletons und liefert Brennstoff für die schwelende Gewaltspiele-Debatte.

Verstoß gegen ein ungeschriebens Gesetz
Für Fans ist die Sache klar: „GTA IV“ setzt der Serie die Krone auf und ist zweifellos eines der besten Spiele aller Zeiten. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Schon das 1997 erschienene „Grand Theft Auto“ brach ein ungeschriebenes Gesetz, das mit wenigen Ausnahmen immer geachtet wurde: Am Ende gewinnen immer die Guten. „Grand Theft Auto“ bot dem Spieler eine Welt, in der sich Verbrechen bezahlt macht und Dauerfeuer zielführender ist als Kommunikation.

Beim ersten Teil der Reihe wirkte das – in pixeliger 2-D-Draufsicht – noch recht harmlos. Eine „ab 16 Jahren“-Plakette reichte aus. Doch ist es der Realismus des neuen Ablegers, der die Jugendschützer erzürnt.

Die Kritik ist jedoch nur zum Teil berechtigt. Denn im Gegensatz zum ersten Teil, wo aus Jux und Tollerei gemordet wurde, tötet Niko Bellic, um zu überleben. „Grand Theft Auto IV“ ist nicht brutaler als ein durchschnittlicher Teenieschocker, nicht schonungsloser als „Pulp Fiction“. Und im Gegensatz zu Filmen wie „Kill Bill 2“ und „Jackie Brown“ erhielt das Game keine Jugendfreigabe.

Im Sumpf des Verbrechens
Zudem ist den Rockstar-Entwicklern eine Story gelungen, die selbst Quentin Tarantino gefallen dürfte: Von den Märchen seines Cousins in die Staaten gelockt, merkt der abgehalfterte Osteuropäer schnell, dass auch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten Grenzen kennt – die sich jedoch ebenso leicht wie in der Heimat überschreiten lassen. Die versprochenen vollbusigen Amerikanerinnen in knappen Tops, die tiefergelegten Cabrios und die Villa mit Whirlpool kann Cousin Roman nicht bieten, nur einen halblegalen Taxiservice und eine Reihe ungeduldiger Kredithaie, denen er Geld schuldet.

Rasch findet sich der wortkarge Gelegenheitsganove in den wenig einladenden Gassen seines Bezirks zurecht, knüpft Kontakte, macht sich Feinde und räumt sie aus dem Weg.

Abwechslungsreiche Spielwelt
Wenig einladend ist der Distrikt allerdings nur im übertragenen Sinn, optisch macht sich selbst die heruntergekommenste Gegend prächtig. In den vollen Genuss von Liberty City, einem mal authentischen, mal bitterbösen Abziehbild von New York, kommt man erst nach und nach. Anfangs versperrt eine Terrorwarnung den Weg über die Brücken ins Zentrum der Metropole, wo Sehenswürdigkeiten wie die Star Junction, der virtuelle Times Square oder die Statue of Happiness, eine Persiflage auf die Freiheitsstatue, warten.

Wirklich ins Gewicht fällt das nicht. Schon ein paar Häuserblocks bieten genügend Abwechslung, um dort den ganzen Tag zu verbringen. Zwischen Bowling und Fernsehen lockt das typisch amerikanische 69th Street Diner mit seiner Pastete. Wer es rustikaler mag, schaut im irischen Steinway Beer Garden vorbei, wo unter zwei Promille niemand Dart spielt. Doch Vorsicht: Wenn Niko betrunken nach Hause torkelt, steigt die Gefahr exponentiell, auf einer fremden Motorhaube zu landen.
Infos zum Spiel auf PS3

nfos zum Spiel auf PS3
Erscheint für:

PS3 (Release: 29.4.2008)
XBox 360 (Release: 29.4.2008)


Mit GTA 4 verabschiedet sich Rockstar Games vom »Immer größer, immer weiter, immer mehr!«-Ansatz der letzten Teile: Hier gibt es kein Muckitraining, kein Autopimpen, keine erweiterbaren Motorrad-Skills, kein Jetpack und keinen Senkrechtstarter-Jet mehr - stattdessen beschränkt sich Rockstar auf wechselbare Klamotten.
Die Entwickler wollen weg von dem gigantischen Umfang von SA, den laut internen Studien ohnehin nur die wenigsten Spieler komplett ausgenutzt haben, dafür geht's zurück zu den GTA-Wurzeln.

Rockstars Meisterwerk bietet einfach alles, was ein Spiel braucht. Sensationell!

Grafik


Die Optik steht auf einem insgesamt hohen Niveau, erreicht aber keine Spitzenklasse. Überzeugend ist vor allem die atmosphärische Dichte, weniger die Qualität der Texturen.
Gameplay

Ihr schlüpft in die Rolle des Niko Bellic und macht Liberty City unsicher, wobei das gewohnt gute GTA-Feeling noch durch eine Vielzahl neuer Features erweitert wird und zudem ein bisher unerreichtes Niveau des Story-Telling erreicht wird.
Sound


Hier stimmt einfach alles: von der Hintergrundmusik über die Vielzahl an erstklassigen Songs und Moderatoren der Radio- und Fernsehsender, das Voice Acting bis hin zu Explosionen und anderen Special Effects wird beste Sounduntermalung geboten.
Multiplayer


Bis zu 16 Spieler in zahlreichen Modi: Das rockt!
Pro




  • Packende Story
  • Unheimlich authentisch-realistisches Szenario
  • Tolle Dialoge voller Selbstironie
  • Sehr gute Details wie Fernseh- und Radioprogramm
  • Sehr große, offene Spielwelt, jede Menge Inhalte
  • Neue Features bereichern das gewohnte Spieldesign


Contra




  • Schwammige Fahrzeugsteuerung
  • Auto-Aiming teilweise störrisch
  • KI könnte besser sein


www.focus.de

Quelle:
www.dodoria.org
Verfasser: sigi

Und hier gehts direkt zum Original.

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